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Burkhard Engel | Literatur und Musik
  • Burkhard Engel | Literatur und Musik
  • „Mendelssohn und Bach:
    Eine musikalische Wahlverwandtschaft“
    Ein literarischer Klavierabend

  • Er sei der Mozart des neunzehnten Jahrhunderts, der hellste, erste Musiker seiner Zeit, so urteilte der Komponist Robert Schumann über seinen Freund Felix Mendelssohn. Der war nicht nur ein genialer Komponist, Pianist und Dirigent sondern auch ein gebildeter, reflektierender, intellektueller Musiker, ein Kenner und Verehrer von Johann Sebastian Bach und dessen Söhnen. Glücklicherweise war er auch ein fleißiger Briefschreiber, der seine Gedanken und seine Pläne ausbreitet, wenn er mit seinen Musikerkollegen und seiner Familie, insbesondere der geliebten, hochbegabten Schwester und Kollegin Fanny Hensel, korrespondiert.

    Die jüdische Familie seiner Mutter pflegte schon seit zwei Generationen Bachs Erbe. Die öffentliche Aufführung der Matthäus Passion in der Berliner Singakademie 1829 durch den zwanzigjährigen Felix schuf neue Aufmerksamkeit für den bewunderten Meister. In seinem ganzen Leben stand er im bestem Sinne in dieser Tradition, nicht antiquarisch wiederholend, sondern weitertragend in schöpferischer Rezeption - er, der Enkel des großen jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, der Sohn einer wunderbaren Familie, die ihre Kinder in umfassender und leidenschaftlich geliebter und gelebter Bildung gedeihen ließ. Leuchtende europäische Aufklärung, in deren Geist jüdische Bildungstradition und protestantische Kirchenmusik einander begegnen und zu neuen Werken inspirieren. Souverän, kontrolliert und genial.

    Der Pianist Martin Engel lässt in diesem literarischen Klavierabend hineinhören in Felix Mendelssohns, Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bachs Klaviermusik, „accompagniert“ mit einigen Gedanken aus Briefen und anderen Schriften von Felix Mendelssohn und Zeitgenossen, gelesen von Burkhard Engel.

Burkhard Engel | Literatur und Musik